Alleinsein – 10 Impulse für mehr Klarheit

(Von Manuela Starkmann)

Fühlst Du Dich mehr und mehr allein? Weißt Du oft gar nicht, wie Du mit Deiner Energie umgehen sollst bzw. würdest jetzt in einem Gespräch mit mir sagen, dass Du gar keine hast? Hast Du das Gefühl, von allem getrennt zu sein, besonders von Dir selbst? Ich glaube, ich kann Dir mit diesem Beitrag ein bisschen Licht bringen.

Ein großes Thema beim Hochsensible sein ist, mit sICH selbst klarkommen. Zudem suggeriert unsere Gesellschaft, dass Umtriebigkeit und viele Freunde ein Zeichen von Erfolg sind. Alleine schon diese Erkenntnis ist sehr erhellend und beginnt, Dich aus dem Labyrinth zu führen.

Wie so oft im Leben, gibt es viele Wege zur Erkenntnis. Folgend möchte ich Dir einige zeigen. Bitte wähle die Impulse und auch die Reihenfolge, die sich für Dich gleich leicht und stimmig anfühlt.

  1. Reize und Reizüberflutung
    Es war ja in der „Normalität“ schon eine Herausforderung, hochsensibel zu sein. Überall Reize – Lärm, Gerüche, Konflikte, Lügen, Düfte, Sonnenaufgänge, Liebe, Verbundenheit, Wetter uvm. Wenn man mal zählt, was sogar beim stillen Sitzen im Wald alles auf die Sinne und Hellsinne wirkt, ist klar, dass jedes zu-viel zur Reizüberflutung führt.
    Darum ist es elementar für jeden Menschen, sich selbst sehr gut zu kennen und zu wissen, wie er seine Selbstfürsorge lebt.
  2. Abwesenheit von Reizen und Anwesenheit neuer
    Nun fehlen einerseits viele Reize. Mal ablenken (oder verdrängen), weil man ins Kino, zum Essen zu Freunden geht. Fehlanzeige. Vieles, was man sich in der Strategie seiner Selbstfürsorge zurechtgelegt hat, funktioniert gerade nicht. Nicht weil es nicht (mehr) funktioniert, sondern weil es verboten ist. Verbote sind für Freigeister wie hochsensible Menschen gar nicht schön.
    Und genau das ist die andere Seite. Nämlich mit Reizen umgehen müssen, die man nicht kennt und die man auch nicht bestellt hat. Wohl niemand möchte monatelang vom Leben abgetrennt sein – irgendwann nicht mal mehr von z. B. nervigen Kollegen oder den anstrengenden Lehrern der Kinder. Und ob man nun seit einem Jahr alleine im Homeoffice sitzt oder mit seiner vielköpfigen Familie zuhause eingesperrt ist, es ist anders, man fühlt sich irgendwie einsam, man muss so viele Reize unter einen Hut bringen und könnte dabei aus der Haut fahren.
  3. Man ist nicht ok … wie man ist, wie man ist
    Viele Hochsensible haben ein negatives Selbstbild. Weil sie so anders sind, kennen sie entweder das Einsam sein oder das sich verbiegen, um nicht einsam zu sein. Sie haben von klein auf erlebt, dass es nicht gerade ok ist, wie sie die Welt sehen. Das prägt. Und es führt selten zu einem guten Selbstvertrauen, sondern eher, dass man sich auf dieser Welt wie ein „Außerirdischer“ fühlt, der, egal was er tut, zu nichts und niemand zu passen scheint.
    Dieses Gefühl, jedes auf seine individuelle Weise, begleitet die Menschen oft ein Leben lang.
  4. Man ist nur liebenswert, wenn man einen Haufen Leute um sich hat
    Wäre die Innenwelt nicht schon genug, suggeriert die Außenwelt angebliche Antworten und Lösungen. So scheint z. B. ein Mensch ist – messbar und beweisbar – beliebt (also doch ok), wenn er viele Freunde hat und immer jemanden kennt, der jemanden kennt. Es ist, als gäbe es ein unsichtbares Benotungssystem: Je mehr Punkte, äh Freunde, umso „besser“ ist man. So laufen viele vielen Kontakten nach, obwohl sie oft das Gefühl haben, dass ihnen diese gar nicht guttun.
  5. Man ist nur erfolgreich, wenn man es mit Aktivitäten beweisen kann
    Hinzu kommt, auch „Dank“ Social Media, dass man immer zeigen muss, was man gerade tut. Und je aktiver man ist, idealerweise mit den vielen Freunden, umso erfolgreicher scheint man. Denn man kann sich das alles ja leisten – zeitlich und finanziell. Man muss also „irgendwas richtig gemacht haben“. Von den Gefühlen von Leere und Erschöpfung, die mit all dem Zeigestress zu tun haben, spricht natürlich keiner. Im Gegenteil. Das Bild von ich bin glücklich, gesund und erfolgreich wird ständig dokumentiert. Obwohl die Wahrheit vielleicht ganz anders klingen würde …
  6. Das Gefühl einsam zu sein, schleicht sich an
    Wahr wäre vielleicht ein Satz wie „Das ist mir alles zu viel“ oder „Eigentlich erfüllt mICH das alles gar nicht“ oder „So viele Leute können gar nicht um mich sein, dass ich mich nicht doch einsam fühle“. Diese Zerrissenheit – so-sollte-ich-sein versus ich-bin-ganz-anders – kostet Kraft. Es kostet so viel Kraft ein Trugbild aufrecht zu erhalten … hinter dem man nicht mal steht. Der Mensch fühlt sich müde und müder, leer und leerer. Mit den letzten Kraftreserven wird versucht zu funktionieren. Doch oft bleibt das Gefühl der Einsamkeit.
  7. Einsamkeit ist eine Suggestion
    Wie fühlt sich der Weg der Erkenntnis bis hierin an? Konntest Du Dich und Deinen bisherigen Lebensweg wiedererkennen?
    Nimm die Erkenntnis bitte „einfach nur wahr“. Bewerte sie nicht. Sei niemandem böse. Fühle Dich selbst nicht schuldig. Vergangenheit ist dazu da, in der Gegenwart zu erkennen!
    Und Du wirst erkennen, dass in vielen Aspekten das Gefühl von Einsamkeit eine Suggestion ist. Ja, blödes Gefühl. Doch wenn Du erkannt hast, dass es nicht (mehr) Deine Wahrheit ist, wird es Dir von Moment zu Moment leichter fallen, das Leben (wieder) leichter zu nehmen.
  8. Allein sein haben wir nicht gelernt
    Es ist für nichts zu spät. Vergiss bremsende Glaubenssätze wie „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Das soll Dich nur davon abhalten, so groß und frei zu sein, wie Du wirklich bist. Es ist für nichts zu spät. Du darfst Dich in jedem Moment Deines Lebens verändern und andere Entscheidungen treffen. Du kannst Dir also jederzeit erlauben, die Erfahrung zu machen, dass all die beschriebenen Punkte im Außen in Wirklichkeit mit Dir selbst sehr wenig zu tun haben.
    Aus meiner Erfahrung ist Hochsensibilität ein so wundervolles Geschenk, dass einen beim lebenslangen Lernen einfühlsam unterstützt.
  9. Allein sein genießen
    Ich möchte sogar noch einen Schritt weitergehen. Die Hochsensibilität führt Dich zurück zu Dir. Du spürst, nein, Du weißt doch, dass so vieles, dass Du tust, überhaupt nicht in Deinem Sinne ist. Was soll denn dann anderes rauskommen als Reizüberflutung? Mach doch endlich nicht mehr, was nicht zu Deinem Wohle ist. Und es ist unter anderem nicht zu Deinem Wohle, wenn etwas in Dir sagt, dass Du einsam bist, nicht in Ordnung und damit auch nicht liebenswert.
    Das! Ist! Nicht! Deine! Wahrheit!
    Wandle „einsam“ in „allein“. Nutze das bewusste Alleinsein, um in Deinem Sinne Deine Sinne zu pflegen. Liebe diese Zeit. Zeit mit Dir.
  10. Du bist nie allein – ganz sicher
    Und wenn das zu erleben nicht schon genug wäre, so setze ich dem wachsenden, wundervollen Gefühl „Ich genieße bewusst mein Alleinsein“ noch einen Aspekt obendrauf.
    Zum einen wirst Du Dein wahrer, bester Freund, wenn Du gut mit Dir alleine sein kannst.
    Und zum anderen bist Du immer liebevoll begleitet von Deinen geistigen Helfern.
    Du hast also immer wundervollen Spirit bei Dir. Öffne Dich ihm. Lebe ihn. Du erschaffst Dir damit einen so schönen Platz im Leben, voller Selbstbewusstsein und gleichzeitig Gelassenheit. Du wirst Dich frei und sicher fühlen, das ist eine ganz seltene Kombination. Sie trägt Dich in Leichtigkeit.

Ich wünsche Dir eine wundervolle Zeit und zu jeder Zeit wundervolle Feiertage. Erlaube nicht, dass das Außen die Qualität Deines Lebens bestimmt. Du bist nicht allein, denn Du bist immer mit Dir, Du wirst von der geistigen Welt begleitet und in Deinem Leben gibt es ausgewählte Menschen, die Dich um Deiner selbst Willen lieben – ganz sicher!

Alles Liebe
und
LEBE DEINE KLARHEIT!


Manuela Starkmann
Guide, Healer, Medium und Buchautorin von „Klarheit über Hochsensibilität“ von „Klarheit über Hochsensibilität
www.manuelastarkmann.com

 

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