Warum es jetzt wichtig ist, zentriert zu bleiben

(Von Manuela Starkmann)

Gerade jetzt in dieser anstrengende Zeit ist es besonders wichtig, in seiner Mitte zu bleiben.

Doch schauen wir uns zunächst die Puzzle-Teile an:

  1. Unabhängig wie alt Du bist, bist Du voller Altlasten. Yap, natürlich sind auch viele wundervolle Aspekte und Erlebnisse in Dir, doch wie ich aus (Selbst-)Erfahrung weiß, treten sie im Leben oft nach hinten. Dafür stehen die Sorgen, Ängste und Probleme im Rampenlicht, wodurch sich in Dir der Eindruck einschleicht, dass das Leben – so wie es z.B. Eltern und Lehrer sagten – kein Zuckerschlecken ist. Bremsende Glaubenssätze wie diese stecken leider in Deinem, wie ich es nenne, Lebensrucksack.
  2. Dann kommt das erste Halbjahr 2020 dazu. Es hatte wirklich viele, neue Situationen für Dich. Dafür gibt es in Deinem großen, imaginären Ordner des Lebens keinerlei „Referenzobjekte“. Sowas hast Du, haben wir alle, noch nicht erlebt. Was also tun? Dazu kommt für hochsensible Freigeister die Einschränkung der Freiheit. Wahrscheinlich bist Du im inneren Wechsel zwischen „Ich weiß nicht, wie ich das meistern soll“ und „Heute ist ein guter Tag, ich meistere das“. Doch auf lang oder kurz spürst Du beim maskenlosen, ehrlichen Blick auf Dein Selbst, dass Dich das alles Kraft kostete.
  3. Das zweite Halbjahr, das ist wirklich perfide, gab Dir wieder ein bisschen Luft, doch gleichzeitig saß Dir sowohl der vergangene Schrecken noch im Nacken als auch vielleicht das Vorhersehen des künftigen. Menschen neigen dazu, im Herbst und Winter eine Form von Erkältung zu bekommen oder z. B. in schwülen Sommermonaten Brechdurchfall. So wenig überraschend wie, dass am 24.12. Weihnachten ist, überfällt Dich in einem Bad in der Freiheit aber wieder ein äußeres Gefängnis. Du wirst eingesperrt … obwohl Du gar nichts angestellt hast. Deine Würde weint.

Wollen wir gemeinsam auf eine Lösung schauen?

Ich bin kein Hellseher, ich weiß nicht, wie es weitergeht. Aber ich sehe und fühle, wie es den Menschen geht. Es ist ein Gezerre zwischen Angst und dem Wunsch nach Freiheit, Zweifel und dem Wunsch nach Normalität, Unsicherheit und dem Wunsch nach Klarheit.

Es ist, aus meiner Sicht, völlig nachvollziehbar, dass so viele Menschen – vielleicht auch Du – ihre Mitte gefühlt teilweise oder ganz verloren haben. Leidvolles aus der Vergangenheit bremst und 2020 forderte kräftemäßig in jeder Hinsicht seinen Tribut. Mein zweites Halbjahr würde ich gerne reklamieren. Bei aller bodenständigen Positivität machte ich irgendwann die Grätsche. Weil ich mich so machtlos fühlte. Ich fühlte mich müde, traurig und desillusioniert. Wie hattest Du Dich gefühlt?

Über die Rauhnächte habe ich mich ganz bewusst 12 Tage zurück- und rausgenommen. Denn ich erkannte, dass ich nicht mehr tat, was ich sonst lebe und auch den Menschen empfehle: Fokus auf mICH. Zuerst das Innen, Selbstfürsorge. Zeit und Ruhe. Das ist so wichtig – ob nun hochsensibel oder nicht. Und das ist jetzt so wichtig wie selten zuvor.

Heilsame Impulse

Wähle Dir bitte selbstverantwortlich aus, was sich für Dich leicht und stimmig anfühlt. Fokussiere nicht die Punkte, die Dir nicht gefallen. Nimm einfach die, die sich wohlig anfühlen und Dir guttun:

  • Informiere Dich und recherchiere, am besten quer. Doch setze Dir dafür ein Zeit-Limit.
  • Bildschirme jeder Art solltest Du ca. eine Stunde bevor Du ins Bett gehst aus Deinem Sichtfeld verbannen (außer Du schaust einen lieben Trickfilm wie z. B. „Tinkerbell“ (ich liebe Tinkerbell).)
  • Sei offen für Gespräche und wahren Austausch. Doch belehre niemanden und beende eine Belehrung, solltest Du das Gefühl haben, dass ein Gegenüber das gerade mit Dir tut.
  • Mehr als sonst, suche und finde Schönes und Lustiges. Ich lach mich zur Zeit kringelig über eine Seite mit Kindersprüchen. So süß, wie Kinder die Welt sehen.
  • Haaa, da sind wir bei einem weiteren, wichtigen Aspekt, der Dir bei der Reinheit Deiner Innenwelt hilft: Tiere. Vielleicht auch in der Form – oder falls Du das Glück hast, bereits mit Tieren zu leben, zusätzlich – dass Du beim Tierheim in Deiner Nähe hilfst. Seit Anfang des Jahres gehe ich während der Gassi-Zeit mit einem Hund spazieren. So bereichernd.
  • Ob mit oder ohne Tier, geh raus. Nur Bildschirm, nur Räume, das grenzt Deinen Bewusstsein-Horizont ein. Dein Körper, im Besonderen Deine Lunge freuen sich über das Grün der Natur und die frische Luft. (Bitte schön dick einpacken.)
  • Im Frust üblich und um Weihnachten und Winter normal, ist das Essen von zu viel ungesundem Füllstoff. Wenn die Schokolade beruhigt, super, hau rein. Doch wenn Du merkst, dass Deine Hülle gerade nicht die ist, mit der Du Dich wohlfühlst, erfülle Dich mit etwas geeigneterem.
  • Iss mehr pflanzlich. Gar nicht kompliziert und vielleicht auch ohne große Ernährungsveränderung, sondern ganz easy. Hilf Deinem Körper, gesund zu sein.
  • Mach etwas nur für Dich, etwas was Dich in Deiner eigenen Stille sein lässt. Ich z. B. koche gerne (pflanzlich), meditiere und habe das Malen wiederentdeckt.
  • Nimm Dir abends Zeit für Dich. Hetze nicht aus dem Tag ins Bett und hoffe, erholsam zu schlafen. Komm in Ruhe zur Ruhe.
  • Ist vielleicht eine neue Spielregel für Dein Umfeld und vielleicht auch eine Disziplin für Dich: abends bist Du nur für Dich erreichbar. Ich z. B. hab gerne den Kater, so er da ist, bei mir im Bett und wir schmusen noch ein bisschen oder ich lese etwas Leichtes.
  • Sag Deinen Gedanken, am besten vor der Schlafzimmertür, ein klares „Aus, Platz und Bleib“. Sie dürfen jetzt warten und Dir nicht auf den Geist gehen.
  • In Summe der Impulse merkst Du, dass sich grundsätzlich alle darauf fokussieren, Dich in Deine Innenwelt und Mitte zu holen. Du entziehst den äußeren Umständen die Erlaubnis, Dich irre zu machen. Und Du findest Deine gesunde Mischung aus Innen und Außen. In der Reihenfolge: innen und (dann) außen.

Erschaffe Dir Dein Leben. Im Außen kannst Du nicht viel verändern, doch Du kannst gut für dICH sorgen. Das ist nicht egoistisch, sondern gesund. Und Dein näheres Umfeld wird auch davon partizipieren, wenn Du wieder stabil bzw. mehr in Deiner Mitte und Balance bist.

Ich empfehle Dir darüber hinaus Menschen, die Deine LebensWeise unterstützen. Das wird nicht jeder tun. Doch bei aller Liebe zur Kritikfähigkeit: es ist Dein Leben. Es gibt Menschen, finde sie, mit denen Du Dich liebevoll austauschen kannst. Menschen, die z. B. den Wunsch nach Ruhe und Innenansicht nicht negativ bewerten, sondern für sich leben und bei Dir fördern.

Das Leben ist eine Mischung. Anteile und Mischungsverhältnis verändern sich. Permant. Ich wünsche Dir eine wundervolle, heilsame, leichte und lustige Mischung.

Alles Liebe und

LEBE DEINE KLARHEIT!


Manuela Starkmann
Guide, Healer, Medium und Buchautorin von „Klarheit über Hochsensibilität“ von „Klarheit über Hochsensibilität

www.manuelastarkmann.com

 

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