Die Kunst, Hochsensibilität liebevoll anzunehmen

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(Von Christopher Hensellek – b01) Wir können lernen, uns selbst und unsere Hochsensibilität liebevoll anzunehmen.

Christopher Hensellek
Christopher Hensellek

Häufig regen wir uns im Alltag über Menschen, Dinge und Situationen auf, die wir nicht verändern können.

Akzeptanz bedeutet: Dem, was ist, keinen inneren Widerstand zu leisten. Es bedeutet, im Frieden zu sein mit dem, was ist und was gerade passiert. Was haben wir davon, uns über Dinge aufzuregen, die so sind, wie sie sind? Außer einige Falten und graue Haare, mehr (oder weniger) Stress, verlorene Lebenszeit und Unzufriedenheit – nicht viel, oder?

„Gib mir die Gelassenheit, Dinge liebevoll anzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Reinhold Niebur)

Wir können lernen, notwendige Handlungen, die uns zuvor keinen Spaß gemacht haben, bereitwillig auszuführen, ohne innerlich damit im Widerstand zu sein. Wir können lernen, Situationen, Dinge und auch andere Menschen so zu akzeptieren und so zu lassen, wie sie sind.

Wir müssen nicht krampfhaft versuchen, andere Menschen zu verändern. Veränderung fängt immer bei dir selbst an, ob die anderen mitmachen oder nicht, liegt nicht bei dir.

Kümmere dich um dich selbst und halte deinen inneren Raum sauber, dann erlebst du auch, wie Menschen in deinem Umfeld sich verändern… oder vielleicht auch nicht… es ist, wie es ist.

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Zu akzeptieren heißt allerdings nicht, dass du nicht zu handeln brauchst oder du dich in eine Art passive Opferrolle begibst.

Akzeptanz ist zugleich die Basis jeglicher Handlung, wenn diese eben nötig, möglich und sinnig ist.

In Situationen, in denen dein Handeln gefragt ist, sollst du natürlich handeln. Indem du die Situation zuvor innerlich akzeptierst, entsteht allerdings ein positives und kraftvolles Handeln, ohne jegliche Form von Negativität.

Frage dich, wenn du dich über eine Situation oder das Verhalten eines Menschen aufregst, innerlich:

  • „Bringt es eine Veränderung, wenn ich mich beschwere?“
  • „Ist es die Situation, die mich unglücklich macht oder das Denken darüber?“

Wenn Akzeptanz für eine bestimmte Situation in deinem Leben nicht funktioniert und ein innerer Widerstand, Groll, oder Unzufriedenheit bestehen bleiben, komme in Aktion und handle!

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Übernimm die volle Verantwortung über dein Leben und deine Befindlichkeit. Sage deine Meinung und/oder tue alles dir Mögliche, um die Situation zu verändern und zu verbessern.

Was kannst du konkret tun, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen?

Schreibe dir am besten mehrere (kreative) Alternativen auf und wähle die passendste für dich aus. Wenn das Verändern der Situation nicht möglich oder erfolglos ist, bleibt dir immer noch die Möglichkeit, die Situation komplett zu verlassen. Handle also getreu nach dem Motto:

„Love it, change it or leave it“

Akzeptanz bedeutet aber nicht, dass du deine Bedürfnisse nicht mehr äußern sollst, ganz im Gegenteil. Du kannst deine eigenen Bedürfnisse erkennen, akzeptieren und auch anderen gegenüber kundtun, aber bist nicht mehr darauf angewiesen, dass sie immer erfüllt werden. Du kannst es akzeptieren, wenn dies nicht passiert.

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Akzeptanz heißt nicht, dass du alles akzeptieren und tun musst, was von dir erwartet wird. Es geht vielmehr darum, dich selbst zu akzeptieren und wenn nötig, eindeutige, gesunde und nötige Grenzen für dich zu setzen. So entsteht ein „Nein“ von hoher Qualität, frei von Negativität. Spüre in dich hinein, triff bewusste Entscheidungen und sage „Ja“ zu dir selbst, dann bist du authentisch.

Akzeptanz muss bewusst geübt und trainiert werden, sie zu kultivieren ist – wie die gesamte Achtsamkeitspraxis – ein fortlaufender Entwicklungsprozess.

Christopher Hensellek

Christopher Hensellek, Netzwerkmitglied

Christopher Hensellek

ist ausgebildeter Hochsensibilitätsberater, zertifizierter Achtsamkeits-Master-Coach und Buchautor
www.hypersensibel.com

Netzwerkmitglied für 45701 Herten (D)

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Hochsensibel gesund leben

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Bildnachweis: LUCA TAGEBUCH, illustriert mit Aquarellmalerei und schönen Sprüchen zum Nachdenken, ISBN 9783982303260

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie kann ich meine Hochsensibilität besser annehmen?

Indem du inneren Widerstand gegen das, was gerade ist, bewusst loslässt und Frieden mit dem Moment übst. Das spart Stress und Energie – und macht dich handlungsfähiger, wenn wirklich etwas zu verändern ist.

Was bedeutet Akzeptanz wirklich – und was nicht?

Akzeptanz heißt nicht Passivität, sondern zuerst innerlich anzunehmen, was ist, damit dein Handeln klar und kraftvoll wird. Wenn etwas nötig, möglich und sinnvoll ist, gehört Handeln ausdrücklich dazu.

Wie merke ich, ob mich eine Situation unglücklich macht oder mein Denken darüber?

Frag dich: „Ist es die Situation oder das Denken darüber?“ Oft entsteht der größte Stress durch inneres Bewerten, nicht durch das Ereignis selbst.

Was mache ich, wenn Akzeptanz nicht funktioniert und ich innerlich weiter im Widerstand bin?

Dann geh in Aktion: Übernimm Verantwortung, sag deine Meinung und such konkrete Wege, die Situation zu verbessern. Wenn Veränderung nicht möglich ist, bleibt immer noch: Love it, change it or leave it.

Wie setze ich Grenzen, ohne dabei negativ oder hart zu werden?

Akzeptanz heißt nicht, alles zu schlucken: Erkenne deine Bedürfnisse, kommuniziere sie und setze klare, gesunde Grenzen. So wird dein „Nein“ hochwertig – ruhig, eindeutig und ohne Groll.

Ein Kommentar

  1. Akzeptanz
    Menschen akzeptieren
    Doch kann ich mit einer Sache nicht in Akzeptzanz gehen, aussprechen
    Vor allem los lassen
    Es hat nichts mit Dir zu tun
    Die Gefahr es auf sich zu beziehen.
    Manch mal benötigt es bei dem anderen einen Schalthebel im Gehirn um drehen

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