Warum Hochsensible auf mentale Klarheit achten sollten
(Von Silvia Christine Strauch) Hochsensible Menschen verfügen über ein erhöhtes Wahrnehmungsvermögen. Unter diesen speziellen Bedingungen kann für Hochsensible mentale Klarheit manchmal sehr anstrengend sein – schließlich droht permanent eine Reizüberflutung.

Nichtsdestotrotz ist besonders für empfindsame Menschen klares Denken der Schlüssel für praktisch alles.
Lernt ein Hochsensibler mit dieser Flut an Reizen richtig umzugehen, sie richtig auszuwerten, dann ist er, nicht zuletzt durch seine empathischen Fähigkeiten, durchaus im Vorteil.
Dazu muss man sich in erster Linie selbst richtig managen. Man muss dafür sorgen, dass Körper und Geist zu ihrem Recht kommen.
Körperlich sollte man sich darum kümmern, dass man sich rechtzeitig von zu viel Stress zurückzieht und sich ausreichend Ruhepausen gönnt.
Auch genügend Schlaf in einer ruhigen Umgebung ist wichtig. Auch sollte man sich bewusst ernähren und wenigstens ein Minimum an Sport treiben damit die körperliche Fitness nichts zu wünschen übriglässt.
Meditation und andere Entspannungstechniken
Für eine bessere mentale Klarheit sollte man entsprechende Entspannungstechniken und Meditationen ausprobieren, bis man das gefunden hat, was zu einem passt.
Entspannungstechniken sorgen dafür, dass Körper und Geist zur Ruhe kommen und die schnelle Überreiztheit des Hochsensiblen abnimmt.
Mit entsprechender Praxis wird man von Jahr zu Jahr ruhiger und belastbarer.

Durchsetzungsfähigkeit
Um in unserer heutigen Welt Bestand zu haben ist ein gewisses Maß an Durchsetzungsfähigkeit notwendig. Dazu ist es in allererster Linie notwendig, dass wir uns in uns selbst zuhause fühlen und mit uns zufrieden sind. Dann werden wir auch in entsprechender Weise von anderen Menschen wahrgenommen.
Dazu gehört, dass wir Verantwortung für unser Leben, für unsere Entscheidungen übernehmen. Dazu gehört ein klares Denken, Fakten sammeln und hinterfragen, Interesse an der Umwelt und an Hintergründen und auch an anderen Meinungen.
Klares Hinterfragen und mitdenken ist gefragt, damit man zu einer eigenen Entscheidung kommen kann, deren Konsequenzen zu tragen man dann auch bereit ist.
Wenn ich in einer Situation mit klarem Denken nach bestem Wissen und Gewissen entscheide, dann bin ich auch bereit die Konsequenzen aus meinem Tun zu tragen.
Sollte ich zu einem späteren Zeitpunkt an andere Informationen, an anderes Wissen gelangen dann würde meine Entscheidung vielleicht anders ausfallen, aber das ist nicht interessant, es geht nie um ein: was wäre wenn …

Mentale Klarheit kommt vor dem Sprechen
Gewöhnt man sich ein solch klares Denken an, fokussiert man also sein Denken, wird man auch anfangen klar zu sprechen. Die wenigsten Menschen denken während dem Sprechen. Im Allgemeinen ist es sinnvoller vor dem Sprechen zu denken und sich dann klar auszudrücken, so wird man auch entsprechend klar wahrgenommen.
Ein klares Denken und Sprechen führen auch zu einem klaren Handeln.
Klares Handeln ist zielgerichtet und erfolgreich.
Diese Vorgehensweise setzt ein gewisses Selbstmanagement voraus. Man braucht vor allen Dingen ein gutes Zeitmanagement und muss zwischen wichtigen und dringenden Dingen unterscheiden lernen.
Vor allen Dingen muss man lernen Prioritäten zu setzen.
Klares Denken führt dazu Prioritäten zu setzen und ist unabdingbar für eine entsprechend gute Work-Life-Balance.

Diese Entwicklung erleichtert das Leben von Hochsensiblen ungemein, weil Unwichtiges kaum mehr wahrgenommen wird und Wichtiges, ohne sich zu verzetteln, zielgerichtet verfolgt wird.
Andere Menschen nehmen uns durch unseren klaren Ausdruck auch klar wahr und reagieren nicht mehr so verschnörkelt und durch unser klares Handeln befinden wir uns auf einer Zielgeraden. Und letztendlich führt dieser Weg auch zu einem klaren Fühlen.
Klar denken – klar sprechen – klar handeln – klar fühlen
Silvia Christine Strauch, Buchautorin von:

SILVIA CHRISTINE STRAUCH
Meine Hochsensibilität positiv gelebt
Persönliche Einsichten aus einem langen, bewegten Leben
> ISBN 9783981797503
und

SILVIA CHRISTINE STRAUCH
Narzissten enttarnen
Wie Sie sich in der Liebe, im Beruf und in der Familie vor Narzissten schützen können
> ISBN 9783982012520
Bildnachweis: „Tagebuch illustriert mit Aquarellmalerei und schönen Sprüchen zum Nachdenken“
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Weil Hochsensible so viele Reize gleichzeitig aufnehmen, dass schnell Reizüberflutung droht und der Kopf „zu voll“ wird. Mentale Klarheit entsteht dann vor allem durch gutes Selbstmanagement: Stress rechtzeitig reduzieren und dem System regelmäßig Ruhe geben.
Ausreichend Schlaf in ruhiger Umgebung, bewusste Ernährung und wenigstens ein Minimum an Bewegung stabilisieren Körper und Geist. Dazu lohnt es sich, Entspannungstechniken und Meditationen auszuprobieren, bis du etwas findest, das wirklich zu dir passt.
Weil sie Körper und Nervensystem runterregulieren und die schnelle Überreiztheit abnimmt. Mit regelmäßiger Praxis wirst du über die Zeit spürbar ruhiger und widerstandsfähiger.
Weil du in einer reizintensiven Welt klare Entscheidungen treffen und Verantwortung für deine Konsequenzen übernehmen musst. Klares Denken heißt auch: Fakten sammeln, hinterfragen und andere Meinungen prüfen, statt dich im „Was wäre wenn…“ zu verlieren.
Wer vor dem Reden fokussiert denkt, spricht klarer und wird auch klarer wahrgenommen. Das führt oft automatisch zu klarerem Handeln – und langfristig sogar zu klarerem Fühlen.

Hallo, sie schreiben, dass „Diese Entwicklung erleichtert das Leben von Hochsensiblen ungemein, weil Unwichtiges kaum mehr wahrgenommen wird und Wichtiges, ohne sich zu verzetteln, zielgerichtet verfolgt wird.“ Das fände ich sehr schade, was heißt hier per Definition denn „unwichtig“? Eine hübsche Libelle, das verwunderte Achselzucken meines Gegenübers oder den Wind, den man in den Bäumen sieht? Ich denke auch nicht, dass die Dinge nicht mehr oder weniger wahrgenommen werden, denn Hochsensibilität „verschwindet“ nicht, aber ich lerne durch verschiedene Techniken, sparsamer mit meiner Energie zu haushalten. Daher finde ich es gut, dass sie schreiben, dass man sich rechtzeitig zurückziehen kann von stressigen Situationen.
Auffällig in ihrem Text ist die anfängliche Verwendung des Wortes „richtig“, welches ja bewertend ist, ebenso wie die häufige Verwendung von „sollten“ und sogar „Man muss lernen Prioritäten zu setzen“: dies wirkt recht streng und erzeugt bei mir als Leserin implizit Stress.
Ansonsten probiere ich es gern mit dem häufigeren fokussierten Denken vor dem Sprechen, es hört sich vernünftig an. Danke.
Herzlichen Gruß, A. Fahnster
PS: Sie schreiben „Ein klares Denken und Sprechen führen auch zu einem klaren Handeln.“..würde ich durch „führt“ verbessern 😉