Warum Malen besonders Hochsensiblen guttut
(sta-db089-b04) Malen tut der Seele gut – natürlich nicht nur hochsensiblen Menschen, aber ganz besonders dieser Zielgruppe. Im Folgenden beschreibe ich meine Beobachtungen während meinen Malworkshops, was Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Malen ihrer Bilder so erleben.

Durch eine Inspiration einer Vorlage, entstehen meist die ersten Bilder. Oft wissen die meisten nicht, was sie malen sollen. Aber beschäftige ich mich erst mal mit dem Gedanken des Malens, kommt automatisch auch eine Idee. Das ist das Phänomen der Anziehung. Richte ich meine Aufmerksamkeit auf etwas, dann folgt auch die Energie der Aufmerksamkeit, und auf einmal zieht man seine Malvorlage an.
Erste Malversuche
Erste Malversuche starten zaghaft, werden dann aber schnell zunehmend immer sicherer. Dann tauchen plötzlich eigene Impulse auf, die Striche doch anders zu gestalten als es auf der Vorlage zu sehen ist. Dann verselbstständigen sich diese: Auf einmal den Drang verspüren sich von der Vorlage zu lösen, sich befreit fühlen, sich plötzlich bestärkt fühlen, sein eigenes Werk, sein persönliches Bild zu gestalten.
Dem Zufall eine Chance geben

Diese Prozesse sind so spannend, ich liebe sie! Bei mir und bei meinen Kursteilnehmern. Und dann die Krisen.
Malblockade
Plötzlich kommt die Ungeduld oder geht es nicht voran. 

Ich liebe gerade dann diese Herausforderung, die es gilt, den Menschen aus seiner Krise herauszuholen. Ihnen gerade jetzt Mut zu machen, sie zu unterstützen, ihnen ihr Potenzial zu zeigen. Ihre Einzigartigkeit. Und ihnen die Chance zu geben, dass sie sich selbst entdecken können und dies auch selbst erkennen. Dass sie Freude am Experimentieren haben, und sich auf neue Wege des Malens einlassen.
Welche Talente habe ich?
Jeder Mensch hat sein Potenzial. Ihm seine Schönheit des Bildes bewusst zu machen. Diesem auch einen schönen Rahmen zu gestalten, in der Atmosphäre, in der Wortweise und in den Möglichkeiten, die es gibt, das Bild noch schöner wirken zu lassen. Nicht zuletzt durch den entsprechenden Bilderrahmen, in dem es richtig gut zur Geltung kommt. Eben dem Werk seine volle Aufmerksamkeit und Schönheit zu schenken.
Sich dem Selbst bewusst zu werden
Es entstehen beim Malen so viele Zufälle, die bei der Bildauswahl schon anfangen. Und ich bin jedes Mal so beeindruckt wie schön die Bilder, die Geschichten, zu dem Teilnehmer passen.

Wenn ich dann im Anschluss das Bild betrachte, fällt mir so unendlich viel zu dazu ein. Das Boot auf dem Meer. Die Person die alleine darauf steht. Die Malteilnehmerin ist in der Tat erst durch den Tod ihres Mannes, später durch den Tod ihres Vaters, den sie noch lange pflegte, alleine.

Die rosa Segel können für Fürsorge stehen. Vielleicht jetzt für sich selbst? Jetzt endlich, wo sie sich um niemanden mehr kümmern muss? Die versteckte Botschaft könnte sein:
Fange endlich an
Jetzt! Und lasse los! Die Trauer die dunkle Vergangenheit. Vielleicht blickt die Person auf ein neues Ziel? Sie hat das Ruder jetzt in der Hand. Ich weiß, dass sie gerade ihre Wohnung renoviert. Das Meer steht auch für Gefühle. Die gibt es ja genug oder nicht?

Jedes Hobby könnte diese Herausforderung bieten.
Ich möchte jedem Mut machen, sich mal selbst zu begegnen.
Was kann für euch ein neues Abenteuer sein?
Stefanie Taubenheim – Mal-, Kreativ- und Kunsttherapeutin, www.farbmagie.com
