Heilsames Erinnern für Hochsensible

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(are-db097) Hochsensible Menschen sollten regelmäßig „Heilsames Erinnern“ praktizieren. Das, was Hochsensible erleben, ist meist sehr intensiv und oft ewig im Kopf gespeichert. Es ist deshalb sinnvoll, regelmäßig eine gewisse positive Ordnung im Gedächtnis zu schaffen.

Die Gefahr ist zu groß, dass sich Hochsensible nur an Schmerzhaftes erinnern und ihre zahlreichen schönen Erinnerungen davon überschattet werden.

Antje Remke
Ein Beitrag von Antje Remke

Ich möchte in diesem Beitrag bewusst die Aufmerksamkeit auf die heilsame Kraft des positiven Erinnerns lenken, auch wenn ich die leidvolle Seite von mir und anderen Hochsensiblen durchaus kenne. Ich teile einerseits einige meiner positiven Erinnerungen und werde Ihnen anderseits auch Fragen stellen.

Meine Kindheit:

  • Kartoffelklöße mit Apfelmuss: meiner Oma dabei zuschauen und dann gemeinsam Essen. So lecker & im Wald spielen und viel im Wasser sein.
  • Was fällt Ihnen da Schönes ein?

Meine Jugend:

  • Immer wieder unterwegs, um Neues zu erleben und neue Menschen kennenzulernen & Moped fahren.
  • Was kommt Ihnen in den Sinn?

Junge Erwachsene:

  • 1989 die Wende und damit die große Reisefreiheit.
  • Umzug aus einer Kleinstadt im Osten nach Berlin.
  • Vielseitiger Wissenszuwachs durch ein Studium.
  • Was ist es alles bei Ihnen?

Erwachsen sein:

  • Unzählige Erlebnisse mit meinen Kindern.
  • Immer neues Lernen, die Neugierde bleibt.
  • 2015 die Erkenntnis, dass ich hochsensibel bin.
  • Was hat sich bei Ihnen durch das Wissen um Ihre Hochsensibilität Positives ergeben?

Sinne:

  • Welche Musik ist es bei Ihnen, an die sich intensiv erinnern, weil sie so berührt waren? Bei mir ist es George Winston mit seinem Album December.
  • Welche Momente haben Sie bildhaft vor sich, dass es sich wohlig anfühlt? Bei mir sind es viele mit anderen Hochsensible, wo unsere Augen wissen, dass wir uns verbunden fühlen, weil, wir einander verstehen.
  • Welcher Geruch hat eine heilsame Wirkung auf Sie? Ich fühle mich geborgen, wenn ich an frischgesägte, trockene Nadelbäume denke.
  • Welches Essen streichelt Ihre Seele? An erster Stelle sind es bei mir Eier mit Senfsoße. Aus Gesprächen weiß ich, dass ich diese Leidenschaft mit einigen Menschen teile.
  • Und wenn Sie an Ihren Körper denken? Ich tauche ein in einen See und genieße das Wasser auf meiner Haut.

Lesen:

  • Lesen und hören, was andere an wertvollen Inspirationen teilen.
  • Welche Worte stärken, berühren, trösten, erinnern Sie?

Schreiben:

  • Viele Inhalte aus meinen Texten und Gedichten, helfen mich wieder zu erinnern, wie:
  • „… Meine grauen Zellen lieben es, wenn sie blitzschnell hin und her und kreuz und quer flitzen können und andere treffen. Da geht es ganz schön hoch her. Und meine Emotionen? Sie fließen, wenn Begegnungen beleben, Ideen begeistern, Lachen mich ansteckt, Worte wärmen, Düfte Erinnerungen wecken …“
  • Wann haben Sie das letzte Mal etwas selbst geschrieben?

Denken neu lenken:

Nach anfänglicher Erstarrung zum Beginn der Pandemie erinnerte ich mich wieder, dass meine Coachingpraxis ja Denken neu lenken heißt. Das versuche ich immer wieder zu praktizieren und andere dabei zu begleiten.

„Weitermachen, es gibt wieder was zu lachen, Schwerkraft lässt sich überwinden, Zuversicht heute wiederfinden.“

  • Mich umgeben in meiner Wohnung viele farbenfrohe Erinnerungsstücke.
  • beim Fotografieren habe ich meist intensive Farben im Blick.
  • Immer wieder poste ich Bilder bei Instagram in Verbindung meist mit konstruktivem Inhalt und so ist es mir möglich, mich und andere an Schönes zu erinnern.
  • Immer wieder die passende Musik hören und im Chor gemeinsam singen.
  • Wie gelingt es Ihnen?

Intuition und gesunder Menschenverstand:

  • Ich übe mich darin, mich mehr und mehr darauf zu verlassen, auch wenn es nicht immer einfach ist. Kommt Ihnen das das bekannt vor?
  • Kompetenzdemenz – meine Wortschöpfung. Ich zweifele auch manchmal an mir und meinen Kompetenzen und habe auch darüber in einem kurzem Text Gedanken gemacht, was hilfreich ist. Vielen in meinem Umfeld ist das auch bekannt. Ich finde es so wichtig, sich an Kompetenzen und Talente zu erinnern, und diese auch zu nutzen.
  • Welche Ihrer Kompetenzen und Talente fallen Ihnen jetzt gerade ein?

Verbundenheit:

  • Ich fühle mich mit zahlreichen hochsensiblen Menschen verbunden. Die Erfahrung, dass auch bei neuen Begegnungen oft schnell tiefe Gespräche möglich sind. Immer wieder Gänsehaut.
  • Welche Menschen sind es für Sie?

Natur:

  • So viel Zeit habe ich bereits in der Natur verbracht. Zum Glück hat auch Berlin zahlreiche grüne Ecken (nicht nur Friedhöfe). Ich weiß, dass mich das Bedürfnis in der Natur zu sein, mit vielen anderen Hochsensiblen verbindet.
  • Welche Orte sind für Sie besonders heilsam?

Gesundheit:

  • Meine Dankbarkeit wächst für meine Gesundheit. Es ist nicht mehr so selbstverständlich.
  • Wie ist es bei Ihnen?

Vielleicht konnte ich ja einige heilsame Erinnerungen aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Und ich bin sehr gespannt, welche Erinnerungen noch auf uns warten …

Ihre Antje Remke

Antje Remke, Coach für Hochsensible, Netzwerkmitglied für 13187 Berlin (D), www.denken-neu-lenken.de, Autorin von:


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